Das unbeschwerte „auf die Straße gehen“ fällt einem in diesen Tagen nicht mehr so leicht wie vor kurzem. Ich gebe zu, vor ein paar Wochen habe ich die Leute teilweise noch dafür belächelt, wenn sie mit Atemschutzmasken im Bus oder in der Bahn saßen. Natürlich habe ich auch einige Fotos davon gemacht, denn mit diesen Bildern dokumentiere ich als Street Fotograf die aktuelle Situation in userem Land bzw. meiner Stadt.
Anfangs war es für mich auch immer noch spannend zu sehen, wie sich die Lage in der Öffentlichkeit nach und nach verändert. Wie die Straßen jeden Tag leerer wurden. Einige Menschen haben selbstgebastelte Banner an ihre Balkone oder Fenster gehangen. Das sind natürlich alles dankbare Motive. Trotzdem hatte ich es nach etwa 2 Wochen satt. Denn was zuerst noch interessant, neu und ungewöhnlich war, hat sich inzwischen zu einem alltäglichen Anblick entwickelt.
Ich vermisse die Zeit, in der man einfach wieder raus kann und man sich keine Sorgen machen muss, wenn jemand in deiner Umgebung hustet. Zeiten in denen man das ganz normale, ja vielleicht sogar belanglose Leben fotografiert. Menschen die in Cafés oder in Parks sitzen, die am Wasser spazieren, oder einkaufen gehen, ohne sich dabei um eine Packung Nudeln oder Klopapier zu kloppen.
Natürlich ist das irgendwie auch alles rumgeheule auf hohem Niveau, denn vielen Menschen geht es durch den Virus richtig dreckig. Im Grunde kann ich froh sein, dass es mir und meiner Familie und meinen Freunden im Moment gut geht.
Dieser Artikel ist im Prinzip nur ein Auszug meiner Gedanken im Bezug auf Corona und die Street Photography. Er soll meine Sehnsucht nach dem ganz normalen, vielleicht sogar langweiligen Leben vermitteln.
Ich hoffe, ihr bleibt alle gesund und von dem ganzen Scheiß verschont. Es sind schwierige Zeiten, sowohl für die eigene Gesundheit, wie auch für die Wirtschaft. Ich drücke jedem von euch die Daumen, dass ihr diese Phase gut übersteht…

In diesem Sinne #stayhome und #staysafe
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