Am Freitag Mittag habe ich mich mit Philipp am Bremer Hauptbahnhof getroffen, von wo aus wir unseren Trip in Richtung Hauptstadt starten. Mit einem Umstieg in Hannover kommen wir gegen 16:30 an unserem Hotel in Berlin an. Kurz unser Gepäck im Zimmer deponiert, starten wir auch direkt wieder mit unseren Kameras in der Hand, um die Stadt zu erkunden.
Unser erstes Ziel auf der To-Do-List ist die East Side Gallery, die durch ihre Street Art auf Teilen der alten Berliner Mauer bekannt ist. Nachdem die ersten Bilder im Kasten sind, komme ich schon zum zweiten Punkt auf meiner Liste – Eine original Berliner Curry Wurst essen. Im Menü mit Fritten und Pils kommt das ganze natürlich noch viel besser.
Nach der Stärkung und dem langsamen Einbruch der Dunkelheit begeben wir uns zum Kurfürstendamm. An der Kreuzung Kurfürstendamm/Joachimsthalerstr. sehen wir uns Bilder von internationalen Street Photographen an, die als Teil des „European Month of Photography“ auf die Straße projiziert werden. Nachdem wir noch Halte am Brandenburger Tor und am Bahnhof Potsdamer Platz einlegen, begeben wir uns zurück ins Hotel, um am nächsten Morgen wieder neu angreifen zu können.
Bevor es wieder auf die Straße geht, genießen wir erst einmal das gute Frühstück im Hotel. Mit vollem Bauch starten wir in Richtung Bahnhof Charlottenburg, wo weitere Streetfotos ausgestellt sind. Danach geht es in das Regierungsviertel, wo wir den Mensch in Verbindung mit der Architektur fotografieren wollen.
So ganz zufrieden sind wir aber nicht mit der Ausbeute und ziehen mit einem Zwischenstopp am Brandenburger Tor weiter zum Holocaust-Mahnmal, das fotografisch definitiv nicht uninteressant ist.
Nach einer Pizza geht es zum Alexanderplatz. Hier gelingt mir mein bester Shot der ganzen Tour. Das Licht fällt auf eine der Treppen zur U-Bahn und verspricht ein paar gute Fotos, wenn eine Person den Weg passiert. Ich warte eine ganze Weile, aber irgendwie passt es einfach nicht. Irgendwann gebe ich es auf und gehe die Treppe wieder nach oben, als mir ein Hello Kitty Ballon auffällt, der über die Mauer schwebt.
Zusammen mit dem Schild „Alexanderplatz“ und dem Hochhaus im Hintergrund, ergibt es eine interessante Komposition. Ich fackel’ nicht lange und drücke mehrmals auf den Auslöser. Auf einem Foto dreht sich der Ballon perfekt in meine Richtung und es wirkt so, als würde „Kitty“ direkt in die Kamera schauen.
So langsam müssen wir uns zum Hauptbahnhof begeben. Wir schlendern noch über einen Kunstmarkt, trinken ein Bier in einem Pub und versuchen ein letztes mal unser Glück im Regierungsviertel, bevor es dann mit knapp 1000 Fotos nach Hause geht.
Der Ausflug hat viel Spaß gemacht, war aber auch ziemlich anstrengend, weil die Stadt verdammt groß ist und man eigentlich ein paar Tage braucht, um erstmal anzukommen. Aber so haben wir zumindest einen Grund, irgendwann noch einmal nach Berlin zu fahren.
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